Es ist höchste Zeit, dass sich in der Bildungspolitik etwas Substantielles bewegt. Es ist höchst an der Zeit, dass sich die ÖVP in der Bildungspolitik bewegt. Und siehe da, ab und an bewegt sie sich! Leider rückwärts.
Aktuell gleich an zwei Beispielen ablesbar:
Statt den Universiäten endlich mehr Geld zur Verfügung zu stellen, kündigt die Wissenschaftsministerin an, dass es ab 2013 nicht mal mehr eine Budgetanpassung geben wird. Bis dorthin empfiehlt sie zu sparen und Rücklagen zu bilden. Sehr lustig.
Man kann sich doch nicht das Ziel setzen, das Hochschulbudget auf 2% des BIP zu erhöhen und drei Monate später de facto von Einsparungen sprechen!
Ja, sicher wir leben in und mit einer Finanz- und Wirtschaftskrise und ja, das wird man bezahlen müssen. (Die SPÖ hätte da auch einige gute Ideen dazu!) Aber doch nicht auf Kosten von Bildung und Wissenschaft! Das sind doch die Parameter für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft, das zählt doch in einer Wissensgesellschaft, die auf Forschung, Technologie und Innovation setzt.
Auch für die Schule hatte die ÖVP übrigens eine „neue“ Idee: die Hauptschule zu einer „Aufstiegsschule“ machen, wo SchülerInnen durch eine Übertrittsprüfung in die AHS wechseln können. Auch sehr lustig.
Könnte man den ÖVP-Bildungspolitikern mal sagen, dass das auch jetzt schon jederzeit geht und in der Praxis – aus vielerlei Gründen – nicht passiert. Den „Mut zur Elite“, den die ÖVP wieder einmal fordert, ist daher ein Bekenntnis zu einer Fortschreibung der Verhältnisse, die immer noch Kinder aus Hauhalten mit höherer Bildung begünstigt.
Kann sich da bitte mal jemand zu einem Schritt vorwärts aufraffen!